Wie Benjamin Franklin seinem Neffen half, sich zwischen zwei Frauen zu entscheiden

Das Geheimnis kluger Entscheidungen – Kopf, Herz und/oder Bauch?
Am Sonntag halte ich einen Vortrag zu diesem spannenden Thema und möchte gerne einige interessante Fakten, Tipps und Anekdoten mit Dir teilen.

Wie Benjamin Franklin seinem Neffen half, sich zwischen zwei Frauen zu entscheiden
Es heißt, dass Benjamin Franklin (einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und Erfinder des Blitzableiters) einem seiner Neffen, der sich zwischen zwei Frauen nicht entscheiden konnte, den Rat gab, das Ganze mathematisch zu lösen. Er solle einfach die Vorzüge der beiden Damen in einer Tabelle nebeneinander auflisten. Anschließend, so riet er ihm, solle er jeden einzelnen Punkt bewerten.

1 = ist mir nicht so wichtig 2 = ist mir wichtig 3 = ist mir sehr wichtig

Zu guter Letzt wären nur noch beide Seiten miteinander abzugleichen. Vorzüge mit gleicher Punktzahl heben sich gegenseitig auf. Die solle er durchstreichen. So lange, bis auf einer Seite etwas übrig bliebe. Diese Frau solle er wählen.

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Der Neffe tat genau das. Und tatsächlich schnitt eine der Damen bei diesem Vergleich am Ende besser ab. In diesem Moment wurde dem Neffen jedoch klar, dass er die Andere liebte.

Liebe lässt sich eben nicht berechnen, aber zumindest in diesem Fall hat die Mathematik geholfen, eine Herzentscheidung zu treffen. Und wie? Es liegt nahe, dass die Erkenntnis, durch dieses Ergebnis die andere Frau zu verlieren, einen maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung hatte. Dass oder wie sehr wir einen Menschen lieben, wird uns manchmal erst dann bewusst, wenn wir Gefahr laufen, ihn zu verlieren.

Eine “Benjamin Franklin-Liste” für Deine Liebsten
An der so genannten “Benjamin Franklin-Liste” wird oft kritisiert, dass sie für fundierte Entscheidungen nicht tauglich ist, da sie nur die Vorteile der einzelnen Optionen betrachtet, nicht jedoch deren Nachteile miteinander vergleicht. (Jochen Mai, “Warum ich losging, um Milch zu kaufen, und mit einem Fahrrad nach Hause kam”)

Da wir aber nach der “Rosarote-Brille-Phase” in Partnerschaften ohnehin dazu neigen, uns manchmal mehr auf das zu fokussieren, was uns am Partner stört, ist die Benjamin Franklin-Liste eine wunderbare Sache, uns mal wieder bewusst zu machen, welchen Schatz wir an unserer Seite haben.

Tipp: Schreibe doch einmal alles auf, was Du an Deinem Partner/Deiner Partnerin liebst und dann schenke ihm/ihr diese Liste (verzichte auf die Bewertung 1-3 ;-)). Das funktioniert natürlich auch mit Deinen Eltern, Geschwistern oder Freunden… mit allen Menschen, die Dir wichtig sind.

Ich wünsche Dir eine natürlich lebendige Woche!